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Milchprodukte untersucht – gesund oder Bakterien-Fallen?

Milchprodukte sind seit Jahrtausenden Bestandteil der menschlichen Ernährung. Einige genießen sie täglich, anderen bereiten sie Schwierigkeiten. Von Proteinen und Calcium über Probiotika bis hin zur Bakterienfalle können sie unserem Körper helfen, aber auch Krankheiten herbeiführen. Wir haben verschiedene Milchprodukte untersucht und zeigen ihre Eigenschaften für unsere Gesundheit auf.

Supermarkt-Milch – Vollmilch vs. H-Milch

Die klassische Milch aus dem Supermarkt ist Teil der täglichen Ernährung vieler Menschen auf der ganzen Welt. Ob im Kaffee, zum Kochen oder ein Glas pur – die pasteurisierte Supermarkt Milch enthält viele wichtige Nährstoffe. Dazu gehören vor allem Calcium, Vitamin B12 und Jod, lebenswichtige Minerale, die in der heutigen Ernährung häufig zu kurz kommen. Damit stärkt es tatsächlich die Knochengesundheit.

Auch bei Sodbrennen kann es helfen. Es neutralisiert die Säure im Magen und lindert das Aufstoßen.

In deutschen Supermärkten finden wir zwei Varianten der regulären Milch: Vollmilch und H-Milch. Beide Milchsorten wurden nach dem Abzapfen von der Kuh erhitzt, um Bakterien und Keime abzutöten und die Milch so länger haltbar zu machen. Die Vollmilch wird für 40 Sekunden bei etwa 70 Grad erhitzt, was als pasteurisieren bekannt ist. Die H-Milch hingegen wird ultrahoch erhitzt – nämlich auf 135 Grad. Das macht sie länger haltbar. Beide Milchsorten verlieren dabei wichtige Nährstoffe und Mikroorganismen, die in der puren Milch zu finden sind.

Rohmilch – Gesunder Hype oder Gefahr?

Diese ist auch als Rohmilch bekannt. Da sie direkt von der Kuh an den Verbraucher übergeben wird, bleiben auch die Bakterien vorhanden, die potenziell schädlich sein könnten. In deutschen Supermärkten darf sie daher nicht verkauft werden. Warum also überhaupt Rohmilch trinken? Das liegt an den hervorragenden Eigenschaften, die sie im Vergleich zur erhitzten Milch liefert. Sie enthält probiotische Bakterien, also gesundheitsfördernde kleine Lebewesen, die unsere Darmflora stärken. So verbessert sie nicht nur die Verdauung, sondern stärkt auch das Immunsystem und kann messbar bei Allergien und Atemwegserkrankungen helfen.

Darüber enthält sie das gesamte Spektrum der Aminosäuren, wie die Folsäure, B-Vitamine und Omega-3-Fettsäuren. Das macht sie zu einem echten Allrounder in puncto Darm- und Allgemeingesundheit. Wer sich vor dem Supermarktverbot abschrecken lässt, sollte besser die Finger davon lassen. Jedoch konnten in 20 Jahren in den USA nur 800 Menschen festgestellt werden, die nach dem Konsum von Rohmilch krank wurden. Allerdings ist sie deutlich kürzer haltbar. Nach dem Abzapfen vom Bauernhof hält sie gekühlt höchsten für drei Tage. Zudem sollte man vermeiden, direkt aus der Flasche zu trinken.

Rohmilch – Gesunder Hype oder Gefahr?
Rohmilch – Gesunder Hype oder Gefahr? – Copyright: ©dth48 #389935956 – stock.adobe.com

Griechischer Joghurt vs. Bulgarischer Joghurt – Proteine oder Bakterien?

Wenn es um Joghurt geht, gibt es zwei aus dem Balkan stammende Gerichte, die auf der ganzen Welt bekannt sind. Griechischer Joghurt steht für Proteine und Geschmack. Nach der Fermentation mit verschiedenen Joghurtkulturen, wie dem Lactobacillus bulgaricus, wird er traditionell mit Tüchern, heutzutage mit Zentrifugen abgetropft, was ihm viel Molke entzieht. Das macht ihn cremiger, dicker, kalorien- und proteinreicher. Durch das Abtropfen enthält er weniger Laktose als normaler Naturjoghurt und macht ihn so für die circa 20 % der deutschen Bevölkerung, die an Laktoseintoleranz leidet, bekömmlicher.

Bulgarischer Joghurt wird auf der ganzen Welt für seine besonderen Milchsäurebakterien geschätzt. Diese werden vor der Fermentation zur Milch hinzugegeben und für einige Stunden ruhen gelassen. Hier vermehren sie sich um ein Vielfaches und bleiben anschließend im stichfesten Joghurt. Das zeigt sich auch an seinem Geschmack – dieser ist leicht säuerlich und aromatisch. Die Bakterien verhelfen ähnlich wie bei der Rohmilch zu einer stabilen Darmflora, die schädliche Darmbakterien abtötet und die Darmbarriere stärkt. Studien konnten nachweisen, dass der Verzehr von bulgarischem Joghurt über drei Wochen sogar die Stimmung verbessern konnte. Das liegt an der Erhöhung von kurzkettigen Fettsäuren, die die Verbindung der Darm-Hirn-Schranke verbesserten.

Kefir – Der König der Probiotika

Ein weiteres Produkt aus dem östlichen Bereich überzeugt seit Jahrhunderten verschiedene Kulturen. Bei Kefir handelt es sich um ein probiotisches Milchgetränk, dem sogar eine lebensverlängernde Wirkung nachgesagt wird. Entstanden aus den Kefir-Knollen wird hier Milch mit Milchsäurebakterien versetzt, die enormen Auswirkungen auf die Darmgesundheit haben.

Das säurehaltige Getränk schmeckt nicht nur köstlich, sondern liefert unfassbare Eigenschaften auf die Gesamtgesundheit.

Anders als bei Joghurt oder der Rohmilch enthält Kefir zusätzlich Hefen, die antientzündliche Stoffe produzieren. Insgesamt liefert das Milchgetränk 30 bis 50 aktive Bakterien- und Hefestämme, die selbst eine geschädigte Darmflora wieder aufbauen können. Am besten eignet sich selbst hergestellter Kefir, den man mit ein paar Gramm Kefir-Knollen einfach zu Hause zaubern kann. Hierfür gibt man die Kristalle in etwa H-Milch und lässt sie bei Raumtemperatur für 24 – 48 Stunden fermentieren. Voilà. Fertig ist einer der gesündesten Drinks der Menschheitsgeschichte.

Warum Probiotika?

Denn ein Großteil unserer Gesamtgesundheit geht vom Darm aus. So ist er auch als das zweite Gehirn bekannt. Denn neben der Nährstoffaufnahme ist der Darm hauptverantwortlich für die Serotonin-Produktion. Etwa 90 – 95 % des stimmungsstabilisierenden Hormons werden im Darm gebildet. Liegen hier Probleme vor, ist häufig auch die Stimmung betroffen. Folgen sind Depressionen, Angstzustände und mentale Unklarheit. Wer für eine stabile Darmflora sorgt, minimiert das Risiko einer Unterproduktion im Darm. Ebenso verdichten Probiotika sogenannte Leaky Guts – lockere Verbindungen der Zellschicht, die Autoimmunreaktionen, Reizdarm-Symptome und Entzündungen hervorrufen. Probiotika schließen diese Lücken und verhelfen uns zu einer Gesundheit, die selbst bei richtiger Ernährung vorher undenkbar gewesen wäre. Einige der wirksamsten Probiotika sind die oben genannten Milchprodukte.

Fazit

Milchprodukte können ein unfassbar hilfreiches Gesundheits-Tool sein. Sie liefern uns wichtige Nährstoffe und verhalfen dem Darm, sich selbst wieder aufzubauen. Mit bulgarischem Joghurt und Kefir können Darm- und weitere Gesundheitsprobleme selbst angegriffen werden. Dabei verlassen sich Millionen von Menschen auf die Kunst der Natur.

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