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Wie setzt sich der ökologische Fußabdruck zusammen?

Der Lebensstil von Menschen nimmt eine Fläche in Anspruch, die als ökologischer Fußabdruck bezeichnet wird. Die Kapazitäten der Erde werden durch den Ressourcenverbrauch bereits deutlich überschritten.

Verbrauch an natürlichen Ressourcen wird immer größer

Bereits seit den 1970er Jahren verbraucht die Weltbevölkerung innerhalb eines Jahres mehr Ressourcen, als die Erde in dieser Zeit regenerieren kann. Laut der Bundeszentrale für politische Bildung dient der ökologische Fußabdruck zur Berechnung des Verbrauchs. Er informiert darüber, welche biologisch produktive Fläche durch eine Bevölkerung, ein Individuum oder eine Aktivität zur Produktion der konsumierten Ressourcen benötigt wird. Die Fähigkeit von Flächen, solche Ressourcen zu produzieren, ist die Biokapazität.

Auskunft darüber, ob in einer Region ein ökologisches Defizit herrscht oder ob ökologische Reserven vorhanden sind, gibt die Differenz zwischen Biokapazität und ökologischem Fußabdruck.

Der ökologische Fußabdruck übersteigt in allen Teilen der Welt die Biokapazität.

Im laufenden Kalenderjahr macht der Erdüberlastungstag darauf aufmerksam, dass das Angebot der Erde an nachwachsenden Rohstoffen und die Fähigkeit zur Regeneration der Ressourcen kleiner sind als die menschliche Nachfrage nach solchen Ressourcen.

Die Ökosysteme können innerhalb eines Jahres nicht so viel regenerieren, wie von den Menschen entnommen wird. Von den Belastungen können sich die Ökosysteme immer schlechter erholen. Für künftige Generationen werden nicht mehr genug Rohstoffe vorhanden sein, um ihren Lebensstandard aufrechtzuerhalten.

Was macht den globalen Fußabdruck aus?

Der ökologische Fußabdruck wird in globalen Hektar (gha) angegeben. Diese Maßeinheit wurde für die Messung der Biokapazität und des ökologischen Fußabdrucks entwickelt. Er ist ein Durchschnittswert aus der biologischen Produktivität pro Jahr auf einem Hektar, denn die verschiedenen Flächen können unterschiedlich viele Ressourcen hervorbringen.

Um den ökologischen Fußabdruck zu berechnen, werden Werte aus Konsum, Ernährung, Wohnen, Mobilität, Infrastruktur und öffentlichen Einrichtungen herangezogen. Der ökologische Fußabdruck informiert darüber, wie groß eine Fläche sein muss, um Wasser, Holz oder Nahrungsmittel bereitzustellen. Er berücksichtigt auch die Fläche, die notwendig ist, um CO2 zu kompensieren und Abfall zu entsorgen.

Bei der Landnutzung werden sechs Kategorien angesetzt, die der Mensch zur Deckung seines Ressourcenbedarfs benötigt:

  • Ackerland, um Lebensmittel, Viehfutter und Biotreibstoff zu gewinnen
  • Weideland zur Haltung von Nutztieren
  • Fischerei mit nachhaltigen Fischfangquoten als Grundlage
  • Wald zur Deckung des Bedarfs an Holz
  • CO2-Fußabdruck, um das von Menschen emittierte CO2 zu kompensieren
  • Bauland für Haus und dazugehörige Infrastruktur

Größe des ökologischen Fußabdrucks

In Deutschland betrug der durchschnittliche ökologische Fußabdruck im Jahr 2024 etwa 4,18 globale Hektar pro Person. Ungefähr drei Erden wären nötig, wenn der ökologische Fußabdruck eines jeden Menschen bei fünf Hektar liegen würde.

Diesem ökologischen Fußabdruck steht in Deutschland eine Biokapazität von nur 1,63 globalen Hektar pro Person gegenüber. Weltweit liegt der durchschnittliche ökologische Fußabdruck pro Person bei 2,64 globalen Hektar.

Größe des ökologischen Fußabdrucks
In Deutschland betrug der durchschnittliche ökologische Fußabdruck im Jahr 2024 etwa 4,18 globale Hektar pro Person – Copyright: ©Benjamas #1671519278 – stock.adobe.com

Unterschied zwischen ökologischem Fußabdruck, CO2-Fußabdruck und ökologischem Rucksack

Der ökologische Fußabdruck informiert darüber, wie nachhaltig ein Land, ein Mensch oder ein Unternehmen die weltweiten Ressourcen nutzt.

Der CO2-Fußabdruck drückt die Menge an CO2 und CO2-Äquivalenten in Tonnen aus, die jeder Mensch durch seinen Lebensstil verursacht. Dabei spielt der Ressourcenverbrauch nur eine geringe Rolle. Beim CO2-Fußabdruck wird nur berücksichtigt, wie viel CO2 durch die Menge an verbrauchten Ressourcen ausgestoßen werden. Der CO2-Fußabdruck ist Teil des ökologischen Fußabdrucks und macht ungefähr 60 Prozent davon aus.

Der ökologische Rucksack ist dem ökologischen Fußabdruck ähnlich und bezieht sich zumeist auf ein einzelnes Produkt. Er wird in Kilogramm angegeben. Produkte verbrauchen bei ihrer Herstellung und während ihrer Lebensdauer oft mehr Ressourcen, als in ihnen stecken.

Im ökologischen Rucksack ist der Wasserverbrauch in der Regel nicht enthalten. Dafür gibt es das virtuelle Wasser, das angibt, wie viel Wasser zur Herstellung eines Produkts nötig ist.

Biokapazität: Welche Ressourcen kann ein Ökosystem regenerieren?

Die Biokapazität informiert darüber, wie viele Ressourcen ein Ökosystem regenerieren kann. Auf der Erde entstehen jährlich große Mengen an nachwachsenden Rohstoffen neu, darunter pflanzliche Lebensmittel und Holz.

Ein ökologisches Defizit entsteht, wenn der ökologische Fußabdruck eines Landes höher als die Biokapazität ist.

Der Verbrauch an Ressourcen ist größer als die Menge, die auf der entsprechenden Fläche nachwachsen kann. Deutlich seltener entstehen ökologische Reserven durch eine positive Differenz.

Zur Biokapazität zählen:

  • Waldflächen für die Holzgewinnung
  • Ackerflächen zur Produktion von Nahrungsmitteln, Tierfutter und Biotreibstoff
  • Gewässer für Fischfang
  • Energieland als Land zur Speicherung von Kohlenstoff, der bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen freigesetzt wird

Der ökologische Fußabdruck von Europa ist fast doppelt so groß wie die Biokapazität.

Wie jeder seinen ökologischen Fußabdruck verringern kann

Jeder kann mit verschiedenen Maßnahmen seinen ökologischen Fußabdruck verringern:

  • Mobilität mit häufiger Nutzung des Fahrrads, Fahrgemeinschaften und Verzicht aufs Fliegen
  • Wohnen mit Isolierung von Haus oder Wohnung, Nutzung energiesparender Geräte und nur so viel heizen, wie nötig ist
  • Ernährung mit Verringerung des Konsums an tierischen Produkten und Kauf saisonaler und regionaler Lebensmittel
  • Konsum, bei dem genau überlegt wird, was tatsächlich gebraucht wird

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