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Reisen mit Hund – Alles, was Hundebesitzer wissen müssen

Den Lieblingsvierbeiner mit an die schönsten Orte der Welt zu nehmen – das ist der Traum vieler Hundebesitzer. Ob Golden Gate Bridge, Kolosseum in Rom oder der Fernsehturm in Tokyo – mit dem treuen Begleiter an der Seite macht das Reisen noch viel mehr Spaß.
Doch ein Urlaub mit tierischer Begleitung verläuft nicht immer ganz unkompliziert. Meist bedarf es einiger Vorkehrungen. Wir haben die wichtigsten Punkte zusammengefasst und zeigen, worauf Hundebesitzer achten müssen.

Impfungen – Tollwut, Zecken und Leishmaniose

Wie auch beim Menschen sind für einige Urlaubsziele bestimmte Impfungen vorgeschrieben. Dabei verlangen nahezu alle Länder eine gültige Tollwutimpfung. Sollte das Tier noch nicht ausreichend geschützt sein, gilt es einige Wochen vorher einzuplanen. Eine Impfung gilt dann als gültig, wenn seit Verabreichung mindestens 21 Tage verstrichen sind. Die Kosten variieren je nach Arzt und Rasse und liegen in der Regel bei etwa 30 €.

Darüber hinaus verpflichten einige Staaten zu zusätzlichen Impfungen. Hier macht es Sinn, sich frühzeitig genauer über die Bestimmungen des Reisezieles zu informieren. Grundsätzlich sind Zecken eine reale Bedrohung. Dabei gehören Portugal, Griechenland, Frankreich und Norditalien zu den besonders gefährdeten Regionen. Babesiose und Borreliose sind häufige Folgen eines Zeckenbisses – glücklicherweise lässt sich das Tier dagegen schützen. Auch Parainfluenza lässt sich von Straßenhunden einfach übertragen. Eine Zwangsimpfung ist in den meisten Fällen jedoch nicht nötig.

Häufig bieten Tierärzte Kombi-Spritzen an, die ausreichend gegen Tollwut, Parainfluenza und weitere Krankheiten schützen.

Die Kosten dafür liegen bei etwa 70 €. In Tropenregionen ist Leishmaniose eine zusätzliche Gefahr. Bis sich der Impfschutz vollständig etablieren kann, dauert es Monate. Viele Hundekrankenversicherungen decken die Impfkosten jedoch vollständig ab. Zudem verlangen einige Reiseziele ein Gesundheitszeugnis, das 24 – 48 Stunden vor dem Reiseantritt vom Tierarzt ausgestellt werden muss. Generell ist es sinnvoll, vor dem Urlaub einen Veterinär aufzusuchen und mit ihm über die Details der Reise zu sprechen.

Urlaub in Europa – Der EU-Heimtierausweis

Wer innerhalb der Europäischen Union verreist, benötigt einen EU-Heimtierausweis. Er wird vom Tierarzt ausgestellt und beinhaltet alle wichtigen Informationen rund ums Tier. Hier werden Impfungen und notwendige Eingriffe wie beispielsweise Bandwurmbehandlungen festgehalten. Darüber hinaus finden sich Angaben zum Halter und eine generelle Kennzeichnung des Hundes mit Rasse, Geschlecht und Farbe. Ganz ähnlich wie bei einem Reisepass erhält auch der Vierbeiner ein Bild zur Erkennung.

Daneben finden sich Angeben zum Chip des Tieres. Dieser ist für alle Hunde vorgeschrieben, die ab dem 03.07.2011 das erste Mal gekennzeichnet wurden. Ohne Chip wird man bei seiner Reise nicht weit kommen. Hatte das Tier vor diesem Stichtag bereits eine Tätowierung, die noch lesbar ist, kann auf den Chip verzichtet werden.

EU-Heimtierausweis
Wer innerhalb der Europäischen Union verreist, benötigt einen EU-Heimtierausweis – Copyright: ©Lifeisbeautiful #34530843 – stock.adobe.com

Flug – Sicher und tiergerecht fliegen

Die nächste Frage führt häufig über den Flug. Dabei sind zwei Aspekte zentral entscheidend. Einerseits muss alles förmlich und rechtlich korrekt verlaufen, auf der anderen Seite möchte man die Qualen des Fluges möglichst geringhalten. Zunächst ist es wichtig, bereits beim Buchen des Fluges zu überprüfen, ob Haustiere mitgeführt werden dürfen. Ist bei den Gepäckinformationen nichts Klares zu erkennen, können FAQs oder AGBs dienen. Im Zweifel klärt ein Anruf bei der Fluggesellschaft alle Fragen. Der Vierbeiner bekommt kein eigenes Ticket, sondern wird als extra Gepäckstück deklariert. Dafür zahlt man in der Regel zwischen 50 und 300 €.

Dabei wird er in einer Hundetransportbox sicher verwahrt. Diese muss vom Reisenden selbst mitgebracht werden und wird nicht etwa von der Fluggesellschaft zur Verfügung gestellt. Wo der Kleine letztendlich mitfliegt, hängt nicht nur von der Airline ab, sondern auch von Größe und Gewicht. Hunde, die inklusive Transportbox nicht mehr wiegen als ein reguläres Handgepäck, können für gewöhnlich mit in die Kabine genommen und ganz gemütlich auf dem Schoss platziert werden. Für größere Rassen sieht es etwas anders aus. Diese finden im klimatisierten Frachtraum des Flugzeuges Platz. Crew und Flughafenpersonal wissen jedoch, dass es sich um ein Lebewesen handelt, und nicht etwa um ein bloßes Gepäckstück, und nehmen so bei Transport und Platzauswahl die nötige Vorsicht.

Um den Kleinen auf den Flug vorzubereiten, macht es Sinn, ihn schon zuhause an die Box zu gewöhnen.

Wer die Transportkiste schon lange zuvor in die Nähe des Schlafplatzes stellt und immer wieder mit Leckerlis bestückt, schafft eine positive Verbindung und sorgt dafür, dass sich der Lieblingsvierbeiner sogar auf den Flug freut. Eine Wasserflasche oder -schale, die an der Vorderseite der Box befestigt wird, sorgt für die nötige Erfrischung.

Wiedereinreise – Nachweise nötig

Was viele bei ihrer Urlaubsplanung vergessen, ist die Wiedereinreise. Diese kann mindestens so aufwendig sein, wie die Hinreise, ist jedoch mit der richtigen Planung kein Problem. Um aus bestimmten Ländern wieder nach Deutschland einreisen zu können, wird ein Antikörperbluttest auf Tollwut verlangt. Dazu zählen unteranderem einige Nicht-EU-Balkanstaaten, die Türkei, Tunesien, Marokko, Thailand und Südafrika.

Den Nachweis stellen Tierärzte im Urlaubsland meist ohne Probleme aus. Im Idealfall sollte man sich bereits vor der Reise informieren, wo man den Test durchführen lassen möchte, damit man im Urlaub nicht vor verschlossenen Türen steht. Hier helfen Online-Rezensionen oder eine Erkundigung per E-Mail. Die Kosten schwanken je nach Ausstellungsland und liegen zwischen 50 und 150 €. Zudem muss beachtet werden, dass zwischen Test und Ergebnis etwa zwei bis fünf Arbeitstage liegen.

Fazit

Die Begleitung des Lieblingsvierbeiners kann den Urlaub unglaublich bereichern. Mit der richtigen Vorbereitung steht der Reise nichts mehr im Wege. Wer sich früh genug über Impfungen, einen Heimtierausweis, den tiergerechten und korrekten Transport, sowie alle nötigen Bestimmungen zur Wiedereinreise informiert, tut nicht nur seinem Tier etwas Gutes, sondern schafft die perfekten Voraussetzungen für einen entspannten Urlaub mit Hund.

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