Ohne Internetauftritt läuft heute so gut wie kein Geschäft der Welt mehr. Alle, die am Anfang ihrer Karriere im Internet stehen kommen früher oder später mit dem Begriff des Webhostings in Berührung. Doch was steckt hinter dem Hosting und was sind die Aufgaben eines Webhoster? Wir erklären den Internetauftritt einfach und verständlich.
Was ist Webhosting?
Beim Webhosting handelt es sich um eine Dienstleistung im Internet – eine ohne der kaum eine Website bestehen könnte. Webhoster ermöglichen, dass Nutzer überhaupt auf den Webauftritt eines Privatmannes oder Unternehmens zugreifen können. Hierfür speichern sie die Daten der Website auf einem Server.
Vereinfacht gesagt nimmt man beim Webhosting einen Mietvertrag für einen Platz im Internet in Anspruch.
Grundsätzlich kann jeder selbst einen Server bereitstellen. Webhoster verfügen jedoch über das technische Know-How und die geeignete Hardware, um den Nutzern einen möglichst schnellen Zugriff auf die Website zu ermöglichen. Zusätzlich schließen sie Sicherheitslücken und machen Angriffe auf die Homepage schwerer. So schützen sie einerseits vor Viren und Malware und machen einen schnellen und konstanten Zugriff auf die Website möglich. Denn ohne schnelle Ladezeiten sind Besucher schnell verschwunden – und damit auch die gewünschte Kundschaft.
Daneben stellen sie meist einen grundlegenden Faktor für die Seite bereit – den Domainnamen. Doch was ist eine Domain überhaupt?
Was ist eine Domain?
Den Begriff Domain wird jeder schon einmal gehört haben und irgendwie mit Internetseiten in Verbindung bringen. Dabei ist sie der ausschlaggebende Name, der die Navigation im Internet ermöglicht. Im Kern ist sie eine Adresse – und zwar die der Website. Über sie erreichen Nutzer den Webauftritt und können erst auf die Informationen auf der Website zugreifen. Hierfür haben sie zwei verschiedene Möglichkeiten: Entweder klicken sie auf einen Link, der sie zur Domain führt, oder sie geben sie händisch in das Adresssuchfeld des Browsers ein. Dieses wird auch URL-Leiste genannt. Der „Uniform Resource Locator“ führt zur exakten Internetadresse einer Seite.
Hier findet sich der exakte Domainname. Er besteht aus mehreren Bausteinen. Jedem ist das Kürzel https bekannt. Es steht am Anfang der Domain und gibt dem Browser eine klare Anweisung, wie er mit dem Server zu kommunizieren hat. Das Protokoll, das ausgeschrieben „Hypertext Transfer Protocol Secure“ bedeutet, befehlt dem Browser eine sichere und verschlüsselte Verbindung mit dem Server aufzunehmen. Fast alle modernen Domains tragen diesen Befehl im Anfang ihres Namens. Fehlt der Hinweis S für Secure, wie in http, so liegt eine unverschlüsselte Verbindung vor. Nutzer können davon ausgehen, dass es sich um eine veraltete oder betrügerische Website handelt. So ist ein fehlendes S mittlerweile ein guter Hinweis dafür, dass man der Seite kein Vertrauen schenken sollte.
Aus technischen Gründen folgt hinter dem Protokoll eine Abgrenzung durch die Trennzeichen //, die Sicherheitsprotokoll und Subdomain voneinander trennen.
Darauf folgt das Kürzel www, für world wide web. Die Angabe rührt aus den Ursprüngen des Internets und soll dabei helfen Websites von E-Mail-Dienstleistern oder Sonstigen zu unterscheiden. Vorgeschrieben ist das jedoch nicht – mittlerweile findet man immer häufiger Subdomains, die auf die Funktion der Websites hinweisen. So zeigen Bestandteile wie shop.bahnhof-apotheke.de, dass es sich um einen Händler handelt.
Im Anschluss folgt endlich unser Kern-Domainname. Er ist es, der die Website repräsentiert und auch den Nutzern im Kopf bleibt. Im Falle von Wikipedia ist es wikipedia, im Falle von Kratzbaumparadies lautet er kratzbaumparadies.
Hierzulande folgt darauf meist die Endung .de. Dabei handelt es sich um die sogenannte Top-Level-Domain – in unserem Fall eine länderspezifische. Betreiber der Websites nutzen diesen Baustein, um auf den Auftritt der Seite hinzuweisen. Er ist an ein spezifisches Publikum gerichtet und meist in der jeweiligen Sprache gehalten. So verkörpert die Endung .de den deutschen Auftritt der Seite. Ebenso weit verbreitet ist auch die Endung .com, die jedem Internetnutzer ein Begriff sein sollte. Sie zeigt, dass die Website einen internationalen Auftritt pflegt und nicht an ein spezielles Publikum gerichtet ist. Jedoch sind auch hier oft spezifische Einstellungen zur Sprache der Seite möglich, nur eben innerhalb des internationalen Domainnamens .com.
Im Anschluss folgt getrennt mit einem / der jeweilige Pfad, sobald man sich von der Hauptseite der Homepage wegnavigiert. Er führt zu den einzelnen Unterkategorien oder Verzweigungen der Website und gibt an, wo man diese im Internet findet.

Die Stärke der Domain
Genau deshalb ist es so wichtig, eine Domain zu wählen die ausschlaggebend und einfach zu merken ist. Sie repräsentiert den Webauftritt und das eigene Vorhaben zuallererst. Da Domains jedoch nur einmalig bestehen und zu einer ganz bestimmten Website passen, sind schlagkräftige Domains gut gefragt. Sie werden wie jede andere gefragte Ware auch gehandelt und zu teilweise horrenden Preisen angeboten. Sie bestimmen, wie oft eine Website aufgerufen wird und der Betreiber somit davon profitiert.
Sogenannte Registraten verkaufen Domains.
Sieht man sich vor der Erstellung einer Website, so wendet man sich an einen Registraten, um seine Wunschdomain zu kaufen. Bekannte Anbieter im deutschen Raum sind IONOS, Strato oder GoDaddy.
Diese bieten neben der Registrierung der Domain meist noch das gesamte Webhosting an. Das beinhaltet wie ober erklärt die Bereitstellung der Hardware, auf der die Websitedaten gespeichert werden – dem Server. Dieser beantwortet die Anfragen, und sendet die Dateien an den Nutzer, sobald letzterer die Domain aufruft.
Fazit
Website-Hosting ist die Grundlage jedes Internetauftritts. Hoster stellen Server bereit auf denen die Daten der Website gespeichert und über das Netz an den Endnutzer weitergegeben werden. Zudem bieten die Webhoster auch die Vergabe und Verwaltung einer Domain – der Internetadresse – an.
