Für die allermeisten zählt der Restaurantbesuch zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten. Am Feierabend einfach mal abschalten und einen gemütlichen Abend zu einem Glas Rotwein genießen. Doch oft trügt der Schein und das vermeidlich hochwertige Restaurant entpuppt sich als Fehler.
Mit genauerem Hinsehen lassen sich die größten Fallen jedoch schnell aussortieren. Dieser Leitfaden zeigt, wie man gute Restaurants schnell erkennt.
Online-Rezensionen überprüfen – Schnelle Auskunft
Der erste Tipp mag einfach klingen, rettet aber mehrere tausend Restaurantbesuche täglich. Stolpert man so durch die Gassen seiner Stadt, findet man schnell ein Restaurant, das einen anzieht.
Doch mit einem kurzen Blick auf die Online-Rezensionen verlässt einen die zuvor aufgekommene Freude schnell wieder.
Denn viel zu oft täuscht der Schein – vor allem in Innenstädten gleichen Gastwirte ihre mangelnde Qualität häufig durch eine schicke Inneneinrichtung und die geeignete Lage aus. Hier ernüchtert der Blick auf das Smartphone zwar meist, sichert aber einen guten Abend. Denn vor jedem neuen Restaurantbesuch bietet sich ein Blick auf die Google-Rezensionen oder die Plattform TripAdvisor an. Hier halten Besucher ihr Erlebnis oft auch mit Bildern fest. So kann man selbst schon einmal überlegen, ob das was einen hier erwartet, denn dem eigenen Geschmack entspricht. Bewertungen unter 3,8 Sternen lassen meist einige Fragen offen. Sind die Gäste hier oft zufrieden, so wird sich das auch in den Bewertungen zeigen.
Die Speisekarte – Überschaubarkeit
Eine weiteres Qualitätsmerkmal ist die Speisekarte. Hier gilt: Umso kompakter, umso besser. Bietet ein Lokal von Sushi über Burger und Pizza alles, was sich auf der kulinarischen Landkarte finden lässt, kann man davon ausgehen, dass die Qualität nicht überragend sein wird. Größe und wahrer Genuss entsteht häufig durch Perfektion – und zeigt sich meist in einem oder wenigen ausgewählten Gerichten. Wird mit allem hantiert, was man sich auf dem Gaumen vorstellen kann, so leidet häufig die Qualität. Auch kann angenommen werden, dass es sich nicht um die besten Zutaten handeln wird. Muss ein Restaurant alle diese Inhaltsstoffe bereitstellen handelt, es sich meist um Tiefkühlkost, die weite Wege zurückgelegt hat.
Besser sind kurze, übersichtliche Speisekarten mit einer aktuellen Tages- oder Wochenkarte. Das zeigt, dass sich der Küchenchef kontant mit neuen Kreationen und deren Verbesserung beschäftigt. Die darüber hinaus dauerhaft angebotenen Gerichte, wie Pasta und Salate, übersteigen meist nicht die Fähigkeiten des Küchenteams – sollten jedoch überschaubar sein.
Regionale Produkte – Bezug zu Lebensmitteln
Doch neben dem Handwerk der Küche sind ebenso die Zutaten entscheidend. Wer Tomaten vorgesetzt bekommt, die nach nichts schmecken, kann gleich wieder nach Hause gehen. Hier ist ein guter Richtwert die Regionalität der Zutaten. Diese ist meist auf der Speisekarte angegeben. Findet sich beispielsweise der Hinweis „mit frischem Gemüse aus der Region“ so kann davon ausgegangen werden, dass sich auch darüber hinaus bemüht wird, hervorragende Leistung zu erbringen. Das Gleiche gilt beim Fleisch. Wer den Vermerk „von lokalen Bauern“ oder „aus der Region xy“ bei seinem Lieblingsfleisch sieht, kann sich freuen. Hier wird er wohl in einem Restaurant gelandet sein, dass sich Mühe um das Wohlbefinden seine Gäste macht.
Selbst wenn nichts Derartiges bei den Gerichten zu finden ist, gibt ein Blick auf die Weinkarte neue Einblicke.
Findet sich hier ein Hinweis zu lokalen Weinen oder solchen aus der Region des Gastronomen, kann angenommen werden, dass dieser sich um ein erstklassiges Erlebnis bemüht. Das zeugt von einem Restaurant, das sich mit seiner Identität auseinandersetzt und seinen Gästen etwas bieten möchte.

Der Umgang mit Gästen – Stammgäste und Wochentage
Auch an den Besuchern lässt sich ein gutes Restaurant erkennen. Befindet man sich in der Innenstadt und erblickt nichts als touristische Gäste, gilt es schnell Reißaus zu nehmen. Das Lokal ist eine klassische Touristenfalle und wenig auf Stammkunden bemüht. Der Fokus liegt hier eher im schnellen Geld als in der langfristigen Kundenzufriedenheit.
Ein weiterer Hinweis sind volle Tische. Schmeckt das Essen gut, will man als Kunde auch bleiben. Die Gäste fühlen sich wohl und bleiben grundsätzlich länger im Restaurant. Viele Gläser oder auch ein bereits bestellter Nachtisch sind ein gutes Indiz dafür, dass das Etablissement hervorragende Arbeit leistet. Wer sich ausgiebig unterhält, fühlt sich wohl und war höchstwahrscheinlich mit dem Hauptgang zufrieden.
Auch der Wochentag kann ein wichtiges Merkmal für ein gutes Restaurant sein. Montag gilt als der unbeliebteste Tag bei Gastronomen. Lokale sind meist leer oder ganz geschlossen. Findet man jedoch ein Restaurant, das selbst an einem Montag überfüllt ist, kann man davon ausgehen, dass die Gäste zufrieden sind.
Grüßen die Keller bestimmte Kunden herzlich beim Namen, zeigt dies, dass das Restaurant eine gewisse Menge an zufriedenen Stammkunden hat. Dafür muss es konstant gute Qualität leisten und die Besucher erfreuen – ein weiterer Hinweis, dass auch man selbst hier einen schönen Abend verbringen kann.
Weitere Tipps für den perfekten Restaurantbesuch
Wie überall gilt: Sauberkeit ist das A und O. Gute Gastronomen sind um ihre Qualität bemüht. Das fängt beim Tisch an und hört in der Küche auf. Stehen im Restaurant viele unaufgeräumte Tische, ist das nicht nur ein Zeichen von mangelnder Qualität vor dem Gast, sondern lässt auch erahnen, wie es in der Küche aussieht.
Ein gutes Zeichen sind Fenster, bei denen man einen Blick hinter die Kulissen in die Küche werfen kann.
Hier lässt sich schnell erkennen, in welchem Stil das Essen zubereitet und anschließend auch schmecken wird.
Fazit
Ein gutes Restaurant zu erkennen, kann einfach sein. Wer auf Online-Rezensionen, das Klientel, die Speisekarte, regionale Produkte und Sauberkeit Wert legt, grenzt Fehlgriffe meist ganz aus. Mit ein wenig Glück lässt sich so das neue Lieblingsrestaurant selbst entdecken.
