Portugal mit seinen langen Atlantikstränden, den historischen Städten und faszinierenden Berglandschaften ist ein beliebtes Reiseziel. Das Land hat einige unbekannte Perlen, die es zu entdecken lohnt.
Verschiedene Kleinstädte und Dörfer haben ihren ganz besonderen Charme und sind noch nicht von Touristen überlaufen.
Amarante in Portugals Norden
Amarante ist ein Städtchen im Norden Portugals und liegt am Ufer des Flusses Tâmega. Über den Fluss führt die Ponte de São Gonçalo, die bereits im Jahr 1250 errichtet wurde. Noch immer prägt die Steinbrücke das Stadtbild.
Die Altstadt ist sehenswert und verfügt über Barockklöster wie das Igreja de São Domingos und verschiedene Herrenhäuser.
Amarante ist nicht weit vom Douro-Tal entfernt und ein Zentrum des Weinanbaus. Von dort kommt der Vinho Verde.
Lindoso an der Grenze zu Spanien
Im Norden Portugals befindet sich auch das Dorf Lindoso, das nur ungefähr 370 Einwohner hat. Das Dörfchen an der Grenze zu Spanien hat eine eindrucksvolle Burganlage aus dem 13. Jahrhundert.
Lindoso ist das Dorf der Getreidespeicher, die als Espigueiros bezeichnet werden und auf Stelzen mit Steintellern gebaut wurden. Unterhalb der Burg befinden sich mehr als 50 solcher Getreidespeicher aus Granit.

Obidos in der Nähe von Lissabon
Obidos in der Region Centro befindet sich in der Nähe von Lissabon und hat eine 13 Meter hohe Stadtmauer, die bereits im Jahr 1527 errichtet wurde. Noch heute hat sich die Stadt ihren mittelalterlichen Charakter bewahrt. Die Burg stammt bereits aus dem 13. Jahrhundert.
Im Stadtkern befinden sich imposante weiße Häuser und urtümliche Pflasterstraßen. Zu den ältesten Bauwerken gehört die Kirche Santa Maria aus dem 12. Jahrhundert, die über Azulejos verfügt. Dabei handelt es sich um Mosaikbilder aus bläulichen Fliesen.
Monchique in der Nähe der Algarve
Monchique ist ungefähr 20 Kilometer von der Algarve entfernt und verfügt über eine schwefelhaltige Heilquelle und über Häuser mit bunten Wänden. Der Ort ist von den Hügeln der Serra de Monchique umgeben und verschmilzt scheinbar mit der Natur.
Die Altstadt mit ihrem Kopfsteinpflaster wirkt verspielt.
In der Nähe befindet sich der Wanderweg Passadiços do Barranco do Demo, der ein lohnendes Ausflugsziel ist. Er führt durch eine Schlucht, hat 500 Holzstufen und eine 50 Meter lange Hängebrücke.
Die Festungsstadt Marvão
Marvão ist eine alte Festungsstadt in der Nähe zu Spanien und befindet sich auf einem 860 Meter hohen Granitplateau. Sie bietet einen atemberaubenden Blick auf das Mittelgebirge Serra de São Mamede.
Das Stadtbild ist durch enge Gassen, alte Befestigungsmauern und weiße Häuser mit roten Dächern geprägt. Eine Burg aus dem 13. Jahrhundert wacht über die Stadt. Besucher haben von dort einen Blick bis nach Spanien.

Der Küstenort Ericeira
Ericeira ist ein Küstenort, in dem ein moderner Surf-Hotspot auf portugiesische Tradition trifft. Er liegt an der Westküste Portugals in der Nähe von Lissabon. Der Fischerort begeistert mit seinen engen Kopfsteinpflasterstraßen und blau-weiß gestrichenen Häusern.
Wellenreiter aus aller Welt kommen aufgrund der auflaufenden Wellen nach Ericeira. In den Restaurants der Altstadt wird frischer Fisch serviert.
Das Bergdorf Cachopo
Cachopo ist ein kleines Bergdorf im Tal der Serra do Caldeirão. Es wurde als erstes Dorf der Region Algarve zum kulturellen Erbe Portugals, dem Aldea de Portugal, erklärt.
Mehr als hundert archäologische Ausgrabungsstätten befinden sich rund um das Dorf.
Das Zentrum des Dorfes ist durch weißgetünchte Häuser mit roten Dächern geprägt. Dort finden regelmäßig Bauernmärkte Stadt. Die Gassen sind in den Sommermonaten mit Blumen geschmückt. Sehenswert ist die Kirche Igreja de Santo Estêvão.
Alte – das Venedig Portugals
Alte wird als Venedig Portugals bezeichnet, hat ungefähr 2.000 Einwohner und ist mehr als 20 Kilometer von der Algarve entfernt. Das Dorf verfügt über Wasserläufe, die in Stein eingefasst sind, und über natürliche Quellen. Die Wasserläufe verlaufen neben den Promenadenwegen.
Im Sommer bieten die Kanäle Erfrischung. Zu Alte gehört auch der Wasserfall Cascada Queda do Vigário. Er stürzt fünf Meter in die Tiefe.
