Dänemark ist vor allem im Sommer aufgrund seiner schönen Strände ein beliebtes Reiseziel. Es hat jedoch auch viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. Wer Städte erkunden möchte, sollte auch an charmante Kleinstädte denken, die mit Spuren der Wikinger, historischen Altstadtgassen oder Kunsthandwerk zu einem Besuch einladen.
Skagen im äußersten Norden
Skagen auf der Spitze im äußersten Norden liegt auf der ungefähr 30 Kilometer langen Landzunge Grenen. Die Nordsee trifft dort auf das Kattegat, einen Ausläufer der Ostsee. Die Stadt hat eine jahrtausendealte Fischfang-Tradition und begeistert mit einigen Fisch-Restaurants.
Skagen hat ungefähr 7.300 Einwohner und ist für die versandete St. Laurentius-Kirche bekannt. Da die Kirche seit 1770 mehr und mehr unter Sandverwehungen und Wanderdünen begraben wurde, ist heute nur noch der Kirchturm zu sehen. Die Sandlandschaften verzaubern mit einem besonderen Licht.
Das Mittelalter-Städtchen Faaborg
Faaborg an der Dänischen Südsee ist ein gemütliches Mittelalter-Städtchen mit ungefähr 6.800 Einwohnern und war eine frühere Seehandelsstadt. In der Altstadt mit den kleinen Gassen, den gelb gestrichenen Häusern, dem alten Stadttor und dem historischen Glockenturm der St.-Nikolaj-Kirche gibt es zahlreiche Geschäfte mit typischen dänischen Artikeln.
Sehenswert sind die Kunstmeile Bøjestræde und der Marktplatz.
Regelmäßig finden Konzerte und andere Veranstaltungen statt.
Ribe als älteste Stadt in Dänemark
Ribe mit seinen etwa 8.200 Einwohnern kann auf eine mehr als 1.300-jährige Geschichte zurückblicken und ist die älteste Stadt in Dänemark. Im Provinzstädtchen in Syddanmark zeugen die teilweise schiefen mittelalterlichen Fachwerkhäuser noch von der Zeit der Wikinger.
Ribe war einst der wichtigste Nordseehafen Dänemarks und Heimat von Königen und Bischöfen. Die kleine Kirche wurde zum mächtigen Dom ausgebaut. Das Stadtbild ist durch bunte Häuser, enge Gassen und alte Wirtshäuser geprägt. Wer mehr über die Geschichte der Stadt erfahren möchte, kann an einer geführten Stadttour teilnehmen.

Ebeltoft mit schiefen Häusern und schmalen Gassen
Ebeltoft hat ungefähr 7.200 Einwohner und ist die älteste Handelsstadt auf der Halbinsel Djursland. Sehenswert ist der Museumshafen mit der Fregatte Jylland als Wahrzeichen. Der Dreimaster lief 1864 zum ersten Einsatz aus, ist 71 Meter lang und kann heute besichtigt werden. In den schmalen Gassen der Altstadt befinden sich viele schiefe Häuser aus dem 14. Jahrhundert.
In den beiden Einkaufsstraßen laden Boutiquen und Geschäfte mit Kunsthandwerk zum Stöbern ein. Die winzigste und bekannteste Gasse ist Fedt Mikkels Gang, die zum angeblich kleinsten Rathaus der Welt führt.
Dragør an der Öresundküste
Dragør an der Öresundküste ist ungefähr 12 Kilometer von der Hauptstadt Kopenhagen entfernt, hat einen alten Hafen sowie bunte Häuser mit Reetdächern und schönen Gärten.
Im ältesten Fischerhaus der Stadt und in zwei Bauernhöfen befinden sich Museen, die Einblicke in die Heringsfischerei und die Geschichte der Stadt gewähren.
Der Hafen bietet einen schönen Blick auf die Öresundbrücke als Verbindung zwischen Dänemark und Schweden.
Der Fischerort Løkken
Auch wenn sich der kleine Fischerort Løkken mit seinen etwa 1.600 Einwohnern an der Jammerbucht Nordjütlands befindet, gibt es in diesem Küsten- und Badeort keinen Grund zum Jammern. Am zehn Kilometer langen Sandstrand befinden sich 485 charakteristische weiße Badehäuschen. Der kleine Ort überzeugt mit Ursprünglichkeit und typischem dänischen Flair. Am Strand bieten die Seeleute ihren frisch gefangenen Fisch an.
Einblicke in ein Badehaus und die Geschichte des Ortes bietet das Løkken-Museum. Es gibt teilweise schiefe Häuser, malerische Gassen und eine Fußgängerzone mit charmanten Boutiquen und Restaurants. In der Bonbon-Manufaktur Løkken Bolcheriet können Besucher bei der Herstellung der süßen Sachen zuschauen.

Svaneke als Dänemarks schönste Kleinstadt
Svaneke auf der Insel Bornholm hat ungefähr 1.100 Einwohner und gilt als schönste Kleinstadt Dänemarks. Die Kleinstadt konnte sich 2013 in einem Schönheitswettbewerb gegen weitere Orte in Dänemark durchsetzen. Bereits 1940 wurde eine Liste für schützenswerte Häuser erstellt. Auf dieser Grundlage wurde knapp 30 Jahre später ein Bewahrungsplan erlassen, um die Ursprünglichkeit zu erhalten.
Gelegenheit zu einer Rundfahrt durch die Stadt mit den bunten Häusern und dem historischen Flair bietet die Pferdestraßenbahn am Marktplatz. Auch hier gibt es eine Bonbonfabrik, die besucht werden kann.
Stege mit Spuren der Wikinger
Stege mit seinen 3.800 Einwohnern liegt auf der Heringsroute und hat noch Spuren der Wikinger und des Mittelalters. Die Hauptstadt der Insel Møn kann auf eine 1.000-jährige Geschichte stolz sein.
Die gemütliche alte Fischerstadt begeistert unter anderem mit Märkten, einer Brauerei, Grünflächen am Wasser und Mauerresten einer Burg.
Sehenswert sind auch ein Kaufmannshof und eine alte Schiffswerft.
Mariager in Nordjütland
Mariager am Mariagerfjord in Nordjütland hat etwa 2.500 Einwohner und wird aufgrund der vielen Großgärtnereien als Stadt der Rosen bezeichnet. Gemütlich und romantisch erscheint die Stadt mit den schiefen, gelb bemalten Häusern an verwinkelten Kopfsteinpflastergassen. Das 15 Kilometer lange Handest kann bei einer Tour mit der Museumsbahn besichtigt werden. Sehenswert ist auch der Hafen. Auch eine Ausfahrt auf dem 30 Kilometer langen Fjord mit dem Raddampfer lohnt sich.
Blokhus als kleiner Badeort
Blokhus an der Nordseeküste Nordjütlands ist ein kleiner Badeort mit nur ungefähr 500 Einwohnern. Im Sommer finden viele Veranstaltungen statt. Die weitläufigen Strände und die Nähe zum Freizeitpark Fårup Sommerland machen Blokhus zu einem beliebten Reiseziel.
Die Stadt ist für ihren großen Skulpturenpark bekannt, den sogenannten „Skulpturhuset & Skulpturparken Blokhus“. Dort hat der Sandbildhauer mit seinem aus 4.860 Tonnen Sand bestehenden, 21 Meter hohen Schloss einen Weltrekord gebrochen.
